04Jun
Lydia ruft mich zweimal in meiner Firma an. Das erste Mal bietet sie mir an, mir morgen meine Bettdecke zu bringen. Ich lehne ab, sage, dass ich sie jetzt nicht brauche. Ich sage, dass ich lieber meine Sachen auf einmal holen möchte, wenn auch sie ausgezogen ist. Später ruft sie erneut an und will meine Meinung zu Wohnungsangeboten wissen.
Ich bin erstaunt, dass sie mich fragt, denn das hat sie in den vergangenen Monaten nie getan. Im Gegenteil, sie hat mich stets bekämpft und auf meine Meinung keinen Wert gelegt. Sind das gewisse Auflösungserscheinungen auf ihrer Seite? Ein Entgegenkommen? Eine Ernüchterung? Erst der Brief mit der Freudenkarte über die Geburt von Johanna. Dann das Angebot mit der Bettdecke. Und nun die Frage, wie ich zu ihrer Wohnungsfrage stehe. Eigenartig.
Tags: Geburt, Wohnung
27Nov
Über meinen Anwalt erhalte ich ein Fax von Frau Botzer, der juristischen Vertreterin von Lydia. Vorgestern sei Daniela geboren worden. Der Tag, an dem ich auf Skitour war. Wenn ich das Kind sehen wolle, solle ich mich schriftlich bei ihr anmelden und mitteilen, wann ich in die Klinik kommen werde. Dann werde mir das Kind in einem separaten Raum kurzzeitig gegeben.
Diese Frau hat sie offenbar nicht mehr alle. Ich soll mich anmelden, um meine Tochter sehen zu können? Was für eine Menschenschinderin ist die Lokalpolitikerin Botzer?
Keine Ahnung , wie ich darauf reagieren soll. Diesen Unsinn werde ich jedenfalls nicht mitmachen.
Tags: Geburt
19Nov
Post vom Jugendamtsmitarbeiter Russloff. Das Schreiben gelangt über das Amtsgericht und meinen Anwalt zu mir. Nachdem ich meine Unterschrift verweigert habe, dass Franziska in eine Kurzzeitpflegefamilie kommt, kündigt Russloff an, sich die Unterschrift ersatzweise vom Amtsgericht zu holen. Allerdings arbeitet er dabei mit falschen Begründungen. Er schreibt an das Amtsgericht - „Um Übersendung einer Beschlussanfertigung wird höflichst gebeten” - ich hätte beantragt, dass Franziska in der Zeit der Entbindung vom zweiten Kind zu mir komme.
Als angeblichen Beleg heftet er ein Schreiben von mir an das Jugendamt bei. Aus diesem Papier geht allerdings klar hervor, dass ich beantragt habe, dass Franziska zu ihren Großeltern kommen möge. Was verzapft dieser Mann ständig für einen Blödsinn? Offensichtlich ist er unfähig, selbst einfache Schreiben zu verstehen. Oder will er sie nicht verstehen?
Die Anwältin meiner Frau teilt per Post mit, dass der voraussichtliche Geburtstermin in zehn Tagen sein wird. Danke, dass ich das erfahren darf. Das erste Mal habe ich in dieser Sache vor eineinhalb Monaten angefragt.
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Tags: Geburt, Therapeutin
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