Lasst die Ungeimpften zahlen

Quelle: Ewa Urban, Pixabay

So, die Intensivbetten der deutschen Krankenhäuser sind also wieder voll mit Coronapatienten. Das ist nicht nur bedauerlich, denn es wäre vermeidbar gewesen. Es ist auch teuer. Nach einer Auswertung des wissenschaftlichen Dienstes der AOK kostet die stationäre Behandlung eines Coronapatienten, der mit einer Ecmo-Maschine beamtet werden muss, im Schnitt 92.000 Euro. 34.200 Euro sind es bei künstlicher Beatmung ohne Ecmo, 5800 Euro für Patienten, die nicht beamtet werden müssen. Das Bundesgesundheitsministerium spricht auf Basis der Erfahrungen von 2020 von Kosten, die pro Patient zwischen 18.100 Euro und bis zu 145.000 Euro liegen.

Diese Zahlen zeigen: es geht nicht um Peanuts, sondern um gigantische Kosten, die unser Gesundheitssystem und damit sämtliche Versicherten schultern müssen.

Bemerkenswerterweise sind aktuell mehr als 90 Prozent der Intensivpatienten mit Covid-19 ungeimpft, so die Deutsche Krankenhausgesellschaft DKG. Es handelt sich also vielfach um Leute, die sich bewusst gegen eine Impfung ausgesprochen haben. Deren Gründe sind vielfältig: Ignoranz, Überheblichkeit, Leugnen, Dummheit oder gar Dämlichkeit.

Obwohl sich viele dieser Unbelehrbaren möglicherweise für unverwundbar gehalten haben, macht das Virus erstaunlicherweise keinen Bogen um diese Personen. Ihr Leben liegt jetzt in den Händen der Pfleger und hängt an den Schläuchen von Maschinen. Die Kosten, die sie damit verursachen, sind wie dargestellt immens.

Da könnte man schon fragen, warum diese Ignoranz auch noch staatlich subventioniert werden soll? Wer bewusst bei Rot über die Ampel fährt oder die Regeln des Kreisverkehrs missachtet, muss zahlen. Da wäre es doch nur gerecht, das gleiche Prinzip bei den röchelnden Impfverweigerern anzuwenden: wer bewusst Nein zum Piks gesagt hat, nun aber mit sauerstoffarmer Blaufärbung ins Krankenhaus eingeliefert wird, sollte nach seiner Genesung ebenfalls zur Kasse gebeten werden. Er oder Sie muss ja nicht unbedingt den vollen Betrag bezahlen, immerhin basiert unser Zusammenleben auf dem Solidarprinzip. 50 Prozent der Kosten wären auch eine deutliche Hausnummer für jene, die meinen, dass Solidarität nur von den anderen geleistet werden sollte. Es ist anzunehmen, dass solch eine Maßnahme eine gewisse Wirkung bei den Ignoranten und Uneinsichtigen zeigen würde.  

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