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Mai 2012
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  • 19Mai

    Mit dem Mountainbike um den Högl. Ich richte Vaters Computer ein und unterhalte mich mit meinen Eltern. Mutti ist wegen meiner Geschichte total am Ende. Sie nimmt starke Tabletten gegen ihre Depressionen. Wir kommen überein, dass meine Eltern einen Brief an Lydia schreiben und unbegleiteten Umgang fordern.

  • 16Mai

    Ein Einschreiben von der Umgangsbegleiterin Schreber-Steiblein geht ein. Sie beschwert sich, dass ich den zweiten Gesprächstermin am 25. nicht abgesagt habe. Ich kann den Termin nicht absagen, wenn ich nicht da bin. Sie schlägt nun den 3. nächsten Monats um zehn Uhr vor. Um zehn kann ich auch nicht. Ich verliere meinen Job, wenn ich weiter solche Auszeiten nehme. Ich habe Schreber-Steiblein bereits vor einiger Zeit geschrieben, dass ich berufstätig bin und entsprechene Arbeitszeiten habe. Ich bitte darum, dass der Umgang wie bisher samstags stattfindet. Mal sehen, wie sie darauf reagiert.

  • 13Mai

    Ich teile Richter a.D. Burkstock mit, dass ich ihm das weitere Prozedere meiner Angelegenheit übergeben wolle. Er ruft die Anwältin aus Traunstein an, die er kennt. Sie ist einverstanden, meinen Fall zu übernehmen. Er meint, der weitere Prozess könnte teuer werden. Vor allem das Gutachten eines renommierten Experten würde kosten.

  • 10Mai

    Um 19 Uhr Treffen mit Tölzer Anwalt Rach in Redaktion. Ich habe während des Gesprächs den Eindruck, dass er ebenfalls nicht der Richtige Mann ist. Er ist nur mäßig vorbereitet, beginnt gleich mit defensiven Themen - welche Teile des Beschluss ich akzeptieren sollte, welche nicht. Meiner Meinung nach ist sein Ansatz völlig falsch: Er geht vom bestehenden Beschluss aus und nicht von der Begründung. Außerdem sagt er, dass er solch einen Fall noch nicht hatte, ihn aber für seinen Fachanwalt bräuchte. Wahrscheinlich werde ich mich doch für Richter a.D. Burkstock und seine haarige Anwältin entscheiden.

  • 07Mai

    Herr Hambach teilt mit, dass das MIM nicht verpflichtet sei, gerichtliche Auflagen zu erfüllen. Es sei auch nicht das Ziel und die Aufgabe des MIM, festzustellen, ob der Tatbestand der Gewalt oder eines sexuellen Missbrauchs gegenüber Kindern vorliegt.

    In dem Gespräch kommt Herr Hambach zudem zum Ergebnis, dass eine Therapie wegen angeblichen sexuellen Missbrauchs für mich ebenfalls nicht in Frage kommt.

  • 04Mai

    Die Temperaturen steigen bis auf 37 Grad. Termin beim Münchener MIM wegen meiner angeblichen Gewaltbereitschaft. Das Amtsgericht hat dies zur Auflage gemacht. Herr Hambach, hauptamtlicher Mitarbeiter des MIM, teilt mir bei einem eineinhalbstündigen Gespräch mit, dass es keine Arbeitsgrundlage für eine Therapie gebe. Voraussetzung für eine Therapie sei nämlich, dass Männer ihre Frauen tatsächlich schlagen. Da ich sage, dass ich meine Frau nicht geschlagen hätte, sei der Anlass zu einer Therapie nicht gegeben. Er wirkt verärgert, dass ich zu ihm gekommen bin ohne eine Gewaltbereitschaft zuzugeben. Ich habe alleerdings kein Interesse, Herrn hambach zuliebe etwas zuzugeben, was ich nicht gemacht habe.

    Das hat schon die oberbayerische Amtsrichterin Raber-Rödl nicht verstanden. Mag ja sein, dass mir diese Person etwas angedichtet hätte. Immerhin habe ich mich vor Gericht stets klar und deutlich gegen jegliche Unterstellungen gewehrt, was ihr offensichtlich nicht gepasst hat. Andererseits hatte ich kein Interesse, Frau Raber-Rödl einen Gefallen zu tun und eine Missbrauchs- oder Gewaltgeschichte zusammen zu reimen, die ich nie begangen habe.

  • 01Mai

    Ein heißer Tag. Ich arbeite morgens an einem Stück namens  „Die Egoisten”. Eine Bergsportagentur schreibt mir per E-Mail. Sie möchten mein Elbrus-Foto aus der NZZ für einen Katalog haben. Telefonat mit Richter a.D. Burkstock. Er hält mich für unschuldig. Wenigstens das. Es ist gut, dies zu hören. Abends gehe ich joggen.

  • 28Apr

    Ein Brief von Richter a.D. Burkstock geht ein. Er empfiehlt, einen bekannten übergeordneten Gutachter einzufordern, der das Plopp-Gutachten auseinander nimmt. Er kritisiert außerdem unreflektierte Argumentation des Amtsgerichtes. Insgesamt zieht er sich gegenüber dem Erstgespräch aber deutlich zurück, als ob er verärgert wäre, dass ich einen eigenen Anwalt suche statt auf seinen Vorschlag einzugehen. Dabei hatte er die von ihm erwähnte Anwältin nur als letzte Möglichkeit angeführt.

  • 25Apr

    18 Uhr, Termin bei Therapeut Wolnzach. Ich berichte von der Situation, dass es mir schlecht geht und sich die Depressionen zunehmend manifestieren.

  • 23Apr

    Ein Brief von der neuen Umgangsbegleiterin liegt im Briefkasten. Sie schreibt, heute um 9.30 Uhr wäre ein Vorgespräch. Super. Um diese Uhrzeit arbeite ich gewöhnlich. Ich leide, dass ich meine Kinder nicht sehen kann. Es tut weh, einfach nur noch weh.

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